Micro Seiki BL-101 (German)

Der Plattenspieler-Laufwerk Micro Seiki BL-101 kam 1982 auf den Markt und wurde mindestens in den folgenden vier Jahren weiter produziert. Der Preis in Japan lag bei etwa 158.000 JPY.
Die Abmessungen der Zarge betragen 532 × 420 × 215 mm, das Gewicht liegt bei soliden 18 kg, obwohl in diesem Fall keine Bleiplatte zur Schichtung zwischen MDF-Platten verwendet wurde.

In konstruktiver Hinsicht ist der Micro Seiki BL-101 dem Micro Seiki BL-81 sehr ähnlich, während die verwendeten Baugruppen an jene erinnern, die im Micro Seiki BL-1001 W eingesetzt wurden.
Der Hauptunterschied bzw. die zentrale konstruktive Ähnlichkeit zum Micro Seiki BL-81 besteht in der Verwendung einer Resonanzplatte, die das Plattentellerlager „starr“ mit der Tonarmbasis verbindet (später wurde es in beiden Varianten Micro Seiki BL-111 weiterentwickelt ).

Im Fall des Micro Seiki BL-81 handelt es sich lediglich um eine 2 mm starke Stahlplatte, während der Micro Seiki BL-101 über eine massive, im Druckgussverfahren gefertigte Aluminiumkonstruktion verfügt, die für die Montage von Tonarmbasen der Serie A-1200 oder A-125 ausgelegt ist.

Viele Komponenten des Micro Seiki BL-101 stimmen mit denen überein, die zuvor im Micro Seiki BL-1001 W verbaut wurden. Dabei geht es vor allem um ein sehr ähnliches Plattentellerlager, das in beiden Fällen als Hybridlager ausgeführt und dauerhaft in Getriebeöl eingetaucht ist.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Verwendung desselben sehr massiven Subtellers aus einer Zinklegierung mit einem Durchmesser von 180 mm und einem Gewicht von 1630 g.

Der Plattenteller des Micro Seiki BL-101 mit einem Durchmesser von 310 mm und einem Gewicht von 3100 g ist als Aluminium-Druckguss ausgeführt und vermittelt einen sehr soliden Eindruck.

Die Stroboskopskala befindet sich auf der Unterseite des Tellers.

Als Alternative besteht zudem die Möglichkeit, einen schwereren Teller in der „G“-Version (Gunmetal) zu verwenden.

Die Füße des Micro Seiki BL-101 sind im Vergleich zu denen des Micro Seiki BL-1001 W konstruktiv deutlich weniger aufwendig , bieten jedoch zumindest die Möglichkeit einer Höhenverstellung.

In vergleich zur BL -91 die Elektronik umfangreicher ausgebaut.

Netzteil:
In diesem Fall entschied man sich für ein klassisches lineares Netzteil mit einem Netztransformator, einem typischen Brückengleichrichter (Dioden) sowie Filterkondensatoren. Diese Baugruppe ist für die Umwandlung der Netzspannung sowie deren Glättung und Stabilisierung verantwortlich.

Zusätzlich verfügt das Netzteil über eine Stabilisierungsschaltung, deren Aufgabe es ist, stabile Betriebsbedingungen für den Motor sicherzustellen und den Einfluss von Netzspannungsschwankungen auf dessen Laufverhalten zu minimieren.

Motorsteuerung:
Da im Plattenspieler ein Synchronmotor eingesetzt wird, erfolgt die Drehzahlregelung über einen Frequenzgenerator (Oszillator). Dieser erzeugt eine Wechselspannung mit der für den Motor erforderlichen Frequenz.

Für die Drehzahl von 33⅓ U/min beträgt die Frequenz etwa 50 Hz, während sie für 45 U/min entsprechend etwa 67,5 Hz beträgt.

Zusammenfassend stellt der Antrieb des Micro Seiki BL-101 eine Weiterentwicklung des vergleichsweise seltenen Plattenspielers Micro Seiki BL-81 dar. Der konstruktive Fortschritt gegenüber dem ursprünglichen Modell zeigt sich vor allem in zwei wesentlichen Aspekten.

Erstens – im mechanischen Bereich. Beim Modell BL-101 wurde eine konstruktiv deutlich aufwendigere Resonanzplatte eingesetzt, die das Tellerlager starr mit der Tonarmbasis verbindet. Im Gegensatz zum BL-81, bei dem dieses Element lediglich aus einem 2 mm starken Stahlblech besteht, kommt beim BL-101 eine massive, im Druckgussverfahren gefertigte Aluminiumkonstruktion zum Einsatz, die für die Montage von Tonarmbasen der Serien A-1200 oder A-125 ausgelegt ist. Diese Lösung erhöht die Steifigkeit der gesamten Struktur und verbessert zugleich die Kontrolle von Resonanzen im Bereich der Teller-Tonarm-Einheit.

Zweitens – im Bereich der elektronischen Steuerung. Im Vergleich zum BL-81 wurde die elektronische Schaltung deutlich erweitert. Die eingesetzten Lösungen gewährleisten stabilere Betriebsbedingungen für den Synchronmotor sowie eine präzisere Kontrolle der Versorgungsspannungsfrequenz, was sich unmittelbar in einer höheren Drehzahlstabilität niederschlägt.

Lohnt es sich also, im Vergleich zum BL-81 einige hundert Euro mehr zu investieren? Es scheint, dass dies tatsächlich der Fall ist. Dadurch erhält man einen Antrieb, der konstruktiv deutlich ausgereifter und zugleich vielseitiger ist. Dies betrifft vor allem die Möglichkeit, verschiedene Tonarmbasen der Serien A-1200 oder A-125 zu verwenden.